Donnerstag, 5. Dezember 2013

Sturm auf Helgoland

Als kleines Inselkind kenne ich natürlich auch Stürme. Früher war es noch lustig im Wellensturzbecken die großen Wellen anzuschauen, die dort auftrafen. Vor einiger Zeit stand ich noch selber am Falm und habe Sturmbilder geschossen. Doch nun habe ich Respekt vor ihnen.
Seit dem letzten Tief ist halt alles anders. Man hat gesehen, wie Satellitenschüsseln, Dachziegel und viele andere Dinge durch die Gegend flogen. Einige Minuten nachdem meine Mutter und ich meine Schwester von der Schule abgeholt hatten, kam das komplette Dach runter, die Feuerwehr musste uns nach Hause bringen. 

So nun gibt es diese Leute, die sich selbstverständlich über meinen Text aufregen werden, da sie es langsam nicht mehr hören können, da es so welche Menschen wie mich gibt, die eine Hysterie anfangen. Doch ich mache mir wirklich Sorgen um meine Freunde und Familie in Cuxhaven und in Hamburg. 
Genauso finde ich es verantwortungslos, wenn Leute meinen jetzt rausgehen zu müssen, da sie der Meinung sind, dass sie freie Menschen sind. Klar, haben sie Recht, doch man muss doch nicht extra andere Leute, wie Feuerwehrmänner,in Gefahr bringen, weil Diese die anderen Menschen retten müssen, weil sie es doch falsch eingeschätzt haben. 

Nun sitze ich hier und beobachte schon seit heute morgen den Liveticker. Der Wind weht ums Haus und die Fenster wackeln. Wir haben uns gestern schon mit Essen eingedeckt, da man ja nicht weißt wie lange es dauert. Das es noch schlimmer wird kann ich mir gar nicht vorstellen.... 

Ich hoffe einfach, dass nicht so viel passiert und zerstört wird. Genauso bedanke ich mich jetzt schon bei all diesen tapferen Helfern und Feuerwehrleuten, die sich in diesen Sturm trauen. 

Eure Lena